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Stadler Rail: SOB Voralpen-Express

SOB Voralpen-Express: Innen und aussen «Spitze» 

Bei der Gestaltung des neuen Voralpen-Express (VAE) standen zwei Aspekte im Vordergrund. Einerseits sollte ein Zug geschaffen werden, dem es mithilfe innovativer Design-Lösungen gelingt, sowohl heterogene Bedürfnisse unterschiedlicher Benutzergruppen als auch anspruchsvolle betriebliche Anforderungen zu erfüllen. Andererseits sollte ein visueller Eindruck entstehen, der die herausgehobene Position im Angebot der SOB widerspiegelt.

Der VAE verkehrt auf der Vorzeige-Strecke von St. Gallen nach Luzern und durchquert dabei eine besonders abwechslungsreiche Landschaft, die nicht nur durch ihre Naturschönheit begeistert, sondern auch viele kulturhistorisch interessante Aspekte aufweist. So ist der Ausgangsort der Reise, St. Gallen, architektonisch auch heute noch von seiner Blütezeit als Stickerei-Zentrum der Schweiz, ja wenn nicht sogar der Welt, am Anfang des 20. Jahrhunderts geprägt. Diese Historie haben wir uns beim Interior- Design zu Nutze gemacht und interpretieren bei den Sitzbezügen typische Muster der St. Galler Spitze auf moderne Art und Weise neu. Zudem ist der gesamte Innenraum durch grossflächige Holzdekore geprägt, die eine entsprechende Wertigkeit und Wärme vermitteln. Die zur Wagendecke hin immer heller werdenden Materialien lassen in Verbindung mit den übergrossen Panoramafenstern und den durchsichtigen Gepäckträgern gleichzeitig den Eindruck von Transparenz und Leichtigkeit entstehen.

Auch beim Entwurf weiterer Gestaltungselemente war es unser Ziel, eine innovative Verbindung zwischen kulturellem Erbe und zeitgemässem Design zu finden: so werden die in der Schweizer Touristik traditionell geschätzten Bergmotive in einem groben Punktraster umgesetzt, das diese als adäquaten Ausdruck einer modernen, sehr medial geprägten Welt erscheinen lässt. Natürlich kommen genauso funktionale Anforderungen zum Tragen – hervorzuheben wäre z.B. die visuell klar abgesetzte Fläche mit dem

Fahrgastinformationssystem oberhalb des Durchgangs zum Eingangsbereich, der diesen optisch deutlich vom Fahrgastbereich trennt und so die intuitive Orientierung im Zug unterstützt.

Auch das Exterior wird der Spitzenpositionierung der neuen Züge gerecht und auch hier war die richtige Balance zwischen etabliertem SOB-Markenauftritt und zukunftsweisenden Innovationen das erklärte Ziel – mit dem Ergebnis, dass der neue Zug klar als Angebot der SOB erkennbar sein wird, gleichzeitig aber den Aufbruch in die Zukunft überzeugend vermittelt.